Dies ist Eliane's und Fabio's Reiseblog. Hier werden wir laufend Erlebnisse, Bilder und Neuigkeiten rund um unsere Reise um die Welt veröffentlichen.

Dienstag, 30. September 2008

China

Peking 22.-30.09.2008
Der Wechsel von der ländlichen Mongolei zur Weltstadt Peking war ein harter Schlag. Alles scheint in bester Ordnung, gut organisiert und heraus geputzt. Die ÖV's sind neu, die Tempel restauriert und die Strassen sauber. Bis heute haben wir hilfsbereite und freundliche Chinesen (sofern Englischkenntnisse vorhanden) getroffen, trotzdem ist ihr Benehmen manchmal mühsam und unangenehm (Spucken, Drängeln...)
Vieles haben wir gesehen und erlebt; Velofahren, öffentliches Spital, viele Tempel und Gebäude, Essen mit Chopsticks... am Besten hat uns die grosse Mauer und der Tempel of Heaven gefallen.
Die Ferienzeit hat eben begonnen, Millionen von Chinesen sind unterwegs. Das erschwerte uns aus der Stadt zu kommen, denn nur mit Glück konnten wir zwei Tickets für einen Bus ergattern. Nun freuen wir uns das Land noch etwas kennen zu lernen.

Trip Richtung Shanghai 01.-13.10.2008
Der erste Stopp war beim Berg Tai Shan. Da Ferienzeit war und der Tai Shan zu den meist bestiegenen Bergen der Welt gehört, stellte sich das bald als eine sehr anstrengende und nervtötende Sache heraus. Wir sind also in einem Menschenstrom zusammen mit zig Millionen Chinesen den Treppenhighway zum Gipfel gestiegen.
Zweiter Stopp war dann Huang Shan, wo wir die bezaubernden Hügel bestiegen. Eine zweitägige Tour, die wir trotz grosser Anstrengung sehr genossen. Besonders faszinierend war die Stimmung beim Sonnenaufgang – unglaublich! Und dieses Mal waren es halb so viele Chinesen wie auf dem Tai Shan, so angenehm.
Ebenfalls haben wir neben alten kulturellen Dörfer auch das Leben von früher und heute gesehen. Wir wurden von einer älteren Frau angesprochen (resp. mit Händen hingewiesen), ob wir bei ihr etwas essen wollen. Da nur alles auf chinesisch geschrieben war, fragten wir mit unserem Uebersetzungszettel nach Gemüse und Reis. Den Preis haben wir auch geklärt. Nachdem der erste Teller serviert war, folgte ein zweiter und dritter. Doch da war ein Teller mit Fleisch dabei, den brachten wir wieder schön zurück. Das Essen war echt gut! Doch beim Bezahlen kam es dann zu einem grossen Missverständnis, da beim einen Gemüseteller auch noch etwas Fleisch drin war, kostete es mehr – obwohl wir anfangs vereinbarten, dass wir kein Fleisch mochten. Tja, schlussendlich stand das halbe Dorf um uns herum und diskutierte mit. Verstanden haben wir nichts!

Shanghai gefiel uns besser, da es nicht so kommerziell wie Peking ist und auch weil wir das China-Flair öfters angetroffen haben. Mehrmals sind wir an die bekannten Food-Stände gelangt und haben natürlich fried Noodles oder fried Rice versucht - war sehr lecker und unsere Magen blieben ruhig! Vorallem Abends wird die Strasse von Verkäufern besetzt. Neben Essen kriegst du alles was dein Herz begehrt. Ein Shopping-Paradies!

Montag, 22. September 2008

Transsibirische Eisenbahn Moskau – Peking 7865 km

Etappe Moskau-Irkutsk 01.-05.09.2008

Gespannt bezogen wir in Moskau unsere vierer Kabine in der Transsibirischen Eisenbahn Nr. 2. Wir richteten uns ein und warteten gespannt auf die Mitreisenden. Nicht viel Zeit verging als zwei junge Russen in unseres Abteil kamen, wahrscheinlich das Beste was uns passieren konnte. Kaum 2 Stunden auf der Fahrt, schon packten die Russen Salami, Brot Käse und natürlich Vodka aus. So verbrachten wir 4 spannende und lustige Tage miteinander.

Während unserer Fahrt haben uns die riesigen Wälder, Wiesen und Felder beeindruckt, welche die meiste Zeit zu sehen waren. Auch interessant waren natürlich die Zwischenstopps, wo Frauen ihre Produkte direkt am Gleis verkauften; Russenhüte, Halstücher, Früchte, Tücher, Zeitungen, gekochte Kartoffeln, Fische, Suppen, Bier, Vodka, etc.

Etappe Irkutsk-Ulan Bator 07.-08.09.2008

Diesmal dauerte die Fahrt lediglich 2 Tage, wovon wir 7 Stunden am Zoll zur Mongolei verbrachten. Nicht ganz einfach war das ausfüllen der Zollpapiere. Insgesammt haben wir vier Mal solche Papiere ausgefüllt, 2x für die Russen und 2x für die Mongolen, doch gebraucht wurde nur eines für die Mongolei. So waren wir wenigstens ein bisschen beschäftigt.

Diese Strecke war abwechslungsreicher gegenüber der Strecke nach Irkutsk, denn die ersten paar Stunden konnten wir die wunderschöne Sicht zum Baikalsee geniessen. Später führte die Fahrt entlang eines Flusses nach Ulan Bator und die Landschaft wurde je länger je mehr trockener. Auch viele Tiere konnten wir aus dem Zug sehen.

Etappe Ulan Bator-Peking 21.-22.09.2008

Der Grenzübergang klappte diesmal besser, kein Papierkrieg wie zur mongolischen Grenze. Dafür wurde an unserem Zug ein wenig gebastelt. Die ganze Aufhängung der Räder wurde gewechselt, ein interessantes Vorgehen. Unser Wagen wurde von den Rädern getrennt und angehoben. Der alte Fahrsatz kam weg und ein neuer wurde in Position gerollt.

Top ausgerüstet ging es weiter durch China nach Peking. Die Strecke mit vielen grünen Hügeln war schön anzusehen, endlich auch wieder mehrere Bäume.
Je näher wir nach Peking gelangten, um so heisser wurde es. Froh waren wir heil in Peking angekommen zu sein. Ein erster grosser Abschnitt unserer Reise haben wir geschafft und die 7865km liegen hinter uns, YES!

Samstag, 20. September 2008

Mongolei


Ulan Bator 08.-09.09.2008

Über Ulan Bator gibt es nicht viel zu berichten. Die Hauptstadt ist dreckig und staubig, viel Abfall und die Luft stinkt nach Abgas.

Übernachtet haben wir in einem Homestay am Stadtrand, dort konnten wir in einer heimeligen Jurte weilen.

Ein Erlebnis war die Fahrt mit dem öffentlichen Bus. Vollbepackt fuhren wir morgens während der Stosszeit zum Treffpunkt für unser Gobi-Trip. Der Bus war schon gestossen voll, trotzdem versuchten viele Leute sich noch hinein zu kämpfen, auch Frauen mit Babys! Vom Fahrverhalten des Chauffeurs wollen wir gar nichts sagen.

Trip Wüste Gobi 10.-18.09.2008

Der Ausflug in die Wüste war genial. Die Landschaft präsentierte sich von Tag zu Tag anders, wir genossen: Ewige Weiten, unglaubliche Stille, hitzige Tage und kalte Nächte, Gebirgszüge, Sanddünen, Pferde, Geissen, Schafe, Kamele, Adler, Füchse, Mäuse, Echsen...

Wir fuhren mit zwei Dänen und dem Fahrer Gambo in einem Jeep über die sehr holprigen Strassen. Übernachten konnten wir jeweils in den Jurten von Nomaden. Ihr Essen war sehr gewöhnungsbedürftig, denn es bestand meistens aus Ziegenfleisch. Unser Ketchup hat den starken Geschmack vom Fleisch genommen :-)

Im Norden waren die Nächte sehr kalt, so kam der kleine Ofen in der Jurte gerade gelegen. Doch mit was feuern wenn kein Holz da ist? Tia, das einzige was brennbar war ist der „Poo“. Ausgerüstet mit Taschenlampen und Plastiksäcken gingen wir mit den zwei Dänen in der Nacht auf Suche nach dem Pferdemist. Ein angenehmes Feuer entstand.

Was wir uns von der Mongolei erhofften, wurde mit diesem Trip übertroffen. Wir genossen die abwechslungsreiche Landschaft jeden Tag.

Montag, 1. September 2008

Russland


Moskau- MOCKBA

Sdrastwujtje! Nach einer guten Landung in Moskau, kam unser „Agent“ nach 45min doch noch. Er kein Englisch, wir kein Russisch und trotzdem gelangen wir nach gut einer stündigen Kamikaze-Fahrt durch das Zentrum von Moskau zu unserem Hostel Godzilla.
Die Stadt wirkte riesig, die kyrillische Schrift fremd und wenig Leute sprachen deutsch oder englisch. Es kam gerade richtig, dass wir drei Deutsche trafen welche ein wenig russisch konnten. Es erleichterte uns das Leben in Moskau. Schon am ersten Abend sind wir zusammen im Stadtzentrum typisch russisch essen gegangen - Borschtsch (rote Suppe) und Kwass (leicht alkoholisiertes Erfrischungsgetränk). Ohne die Hilfe der Deutschen wären wir möglicherweise im MC Donalds abgestiegen.
Zu unseren Ausflugszielen gehörten das allerheiligste der Russen – der Kremel, der 400m lange und 150m breite „roter Platz“, wo sich auch die Basilius Kathedrale mit den bunten Zwiebeltürmen, das Leninmausoleum und das grösste Kaufhaus Moskaus Gum, befanden. Auch die Metrostationen sind absolut sehenswürdig; unterirdische prunkvolle Säle empfangen die vielen Passagiere.
Moskau ist sehr gepflegt und sauber, überall wird immer wieder gereinigt, so gibt es nicht einmal in der Metro einen stinkenden Geruch. Was uns auffiel ist der krasse Unterschied zwischen reichen und armen Leuten. Während die Jungen in einer der vielen Banken arbeiten und grosse Autos wie LandRover fahren, kriegen Ältere oft nicht genug Geld vom Staat und sind gezwungen auf der Strasse Zeitungen, Früchte oder Blumen zu verkaufen.Für eine Verstärkung zwischendurch sind wir immer wieder gerne in unser Lieblings-Restaurant Jagannath wo es diverse leckere Salate und Suppen zu kosten gab.

Irkutsk / Baikalsee 05.-07.09.2008

Nach der langen Zugsfahrt sind wir früh morgens in Irkutsk angekommen und wurden von Katja, bei welcher wir die zwei Tage verbrachten, abgeholt. Das Duschen war eine Wohltat!

Typisch für Irkutsk sind die russischen Holzhäuser mit vielen geschnitzten Verzierungen. Die Stadt machte uns im Vergleich zu Moskau einen armen Eindruck. Als Ausgangspunkt um die Gegend des Baikalsees zu erkunden ist Irkutsk super. Innerhalb einer Stunde gelangten wir mit unserem Guide zum wunderschönen See. Das Wasser ist so klar, das selbst in einer Tiefe von 10m der Grund noch sichtbar ist. Viele Irkutsker verbringen die Wochenenden in Listwijanka, einem kleinen Dorf am See. Dort haben wir den bekannten geräucherten Fisch „Omul“ gegessen, welcher typisch für den Baikalsee ist.