Dies ist Eliane's und Fabio's Reiseblog. Hier werden wir laufend Erlebnisse, Bilder und Neuigkeiten rund um unsere Reise um die Welt veröffentlichen.

Samstag, 10. Oktober 2009

Heimreise

Rückkehr in die Schweiz 06.10.2009

Der Rückflug nach Milano, verlangte noch einiges an Energiereserve. Nach anfänglichen Turbulenzen, zwölf Stunden Aufenthalt in Madrid, Gepäck neu packen und wenig Schlaf, fielen wir müde aber überaus glücklich in die Arme unserer Eltern.
Die nächsten paar Tage verbrachten wir im Tessinhaus und genossen das sonnige Wetter, die Maroni und das fantastische Essen unserer Mütter.

Wir geniessen es sehr, wieder zu Hause zu sein, sesshaft zu sein und nicht immer aus dem Rucksack leben zu müssen. Mal sehen wie wir uns wieder ins schweizer Leben zurückfinden. Bestimmt haben wir uns verändert, zumindest was unsere Gelassenheit und Geduld anbetrifft.
Jetzt wo wir zurück sind, macht es den Eindruck, als habe sich gar nicht viel verändert und wir nur für paar Wochen fort gewesen wären. Was uns aber bleiben wird, sind viele Erinnerungen, Erlebnisse und Bilder die wir gesehen und erlebt haben.

Mit diesem letzten Beitrag wollen wir auch unsere Reiseseite beenden. Es hat viel Spass gemacht, vielleicht auf ein nächstes :-)

Wir freuen uns euch bald wieder zu sehen!

Montag, 21. September 2009

Brasilien

Rio de Janeiro – Ilha Grande – Florianopolis – Foz do Iguazu 03.09.2009 - 27.09.2009

Gleich am ersten Abend in Rio de Janeiro wollten wir uns das „essen bis zum Umfallen“ in einer Churrascaria nicht entgehen lassen. Nach langer Zeit des frittieren in Bolivien, Peru und Kolumbien liessen wir uns bestes Gemüse, Fleisch und Wein servieren, ein Essen nach welchem wir uns lange sehnten.

Trotz vielem Sightseeing rund um die Welt, stiegen wir zum Corcovado und auf den Zuckerhut. Von beiden Orten ist man von dem riesigen Rio überwältigt, besonders wie die Stadt um die Hügel, an Buchten und Stränden aufgebaut ist. Für einen halben Tag haben wir uns die grosse Rocinha Favela angeschaut. Schon eindrücklich wie Arm und Reich so nahe beieinander leben. In den Hütten wohnen Familien auf kleinstem Raum, alle drei Stunden gibt es fliessend Wasser, die Kinder machen Musik oder spielen mit Drachen. Auch das Nachtleben in Rio ist ein Erlebnis, nach einem Caipirinha schwingten wir unser Tanzbein an einer Samba-Party.

Für eine gute Woche genossen wir die Ruhe auf der Ilha Grande, welche etwas südlich von Rio liegt. Nach kleinen Maerschen durch den Dschungel relaxten wir an einem der vielen Stränden. Noch eine weitere Woche waren wir auf Florianopolis, ein empfehlenswerter Ferienort. Greice, eine Kollegin von Fabio, zeigte uns nicht nur beste Restaurants, sondern nahm uns auch gleich mit für ein paar Lektionen in Forro (Brasilianischer Tanz) und Capoeira.

Nachdem unser Muskelkater abgeklungen war und wir die imposanten Iguazu-Wasserfälle bestaunten, verbrachten wir die letzte Woche unserer Reise in Buenos Aires. Wir waren viel mit shopping beschäftigt, denn die alten, von der Reise geprägten Kleider, waren es nicht wert nach Hause zu tragen. Ob die neuen Kleider wohl alle Platz haben im Rucksack...

Samstag, 29. August 2009

Kolumbien

Bogota - Villa de Leyva - San Gil - El Banco - Mompos - Cartagena - Santa Marta - Tayrona National Park
06.08.2009 - 03.09.2009


Mit viel Vorfreude nach wärmerem Klima und grüneren Landschaften sind wir in Bogota angekommen. Aber die Reise an die Kribikküste im Norden Kolumbiens mussten wir zuerst bewältigen. Durch wunderschöne Städtchen und Dörfer sind wir der Küste immer näher gekommen. Umständlich war der Weg bis nach Mompos, denn die Auskünfte der Chauffeure waren nicht immer korrekt. So benötigten wir doppelt so lange wie angenommen. Ganze vier Mal wechselten wir das Transportmittel bis wir schlussendlich mit einem Privatauto abends in El Banco ankamen und übernachten mussten. Im kleinen El Banco freuten sich alle über unser Besuch und wollten uns helfen um nach Mompos zu gelangen. Schon früh morgens hörten wir die Worte „estoy esperando!“ und tatsächlich klopfte es bereits um 6.00 Uhr an der Zimmertür: „Vamos!“

In Mompos konnten wir uns an das heisse Klima gewöhnen. Obwohl es uns sehr gefallen hatte in diesem ruhigen Städtchen am Rio Magdalena, reisten wir bereits am folgenden Tag an die ersehnte Küste. Endlich, im Nationalpark Tayrona entspannten wir uns auch wenn nur für kurze fünf Tage. Strand, Palmen, herrlich blaues Meer und nicht zu vergessen die besten Schoggibrötli seit langem (gebacken im Haus von Grossvater Vonlanthen).

Wie gesagt, fünf Tage sind doch etwas zu kurz, so hoffen wir auf mehr Badeferien in Brasilien...

Mittwoch, 5. August 2009

Peru

Titicacasee (Puno) – Cusco – Machu Picchu - Arequipa - Nazca - Lima 16.07. - 06.08.2009

Als wir mit dem Boot auf dem Titicacasee unterwegs waren, fanden wir endlich was wir uns erhofft hatten: Viel Schilf, schwimmende Inseln und die typischen Schilfboote. Schon sehr eindrücklich wie diese Menschen ihr Leben führen.

Als kulturelles Zentrum der Inkas, ist Cusco mit dem Machu Picchu genauso touristisch. Trotz tausenden von Touristen, stiegen wir früh morgens zu Fuss zur Ruinenstadt hoch. Einfach genial wie die Stadt gebaut wurde und dies bei einer solch eindrücklichen Bergkulisse.

In der Nähe von Arequipa (sieben Stunden holprige Fahrt mit Reifenpanne) stiegen wir in den mächtigen Colca-Canyon hinab. Über 2000 schweisstreibende Höhenmeter legten wir an diesem Tag zurück, doch das Bad in der Oase war uns die Mühe wert.

Noch anstrengender wurde es in Nazca. Da man das Linien- und Figurennetzwerk der mysteriösen Nazca-Linien idealerweise aus der Luft betrachten sollte, standen wir also mit viel Vorfreude, aber doch aufgeregt vor der kleinen Jesna Maschine. Während wir uns fragend anschauten: Warum und für was entstanden diese merkwürdigen Figuren, drehte sich bei jemanden immer mehr der Magen. Ein halbstündiger Flug sollte eine kurze Sache sein, das passt schon dachte sich Fabio... Doch leider war bereits nach zehn Minuten nicht mehr alles tipitopi und durch Fabio's Augen verbogen sich die Linien je länger je mehr...

In Lima angekommen, wussten wir nicht genau was anzufangen mit drei vollen Tagen. Das einzig praktische daran war wohl, dass wir uns gut erholen und für unsere Badeferien in Kolumbien vorbereiten konnten.

Montag, 13. Juli 2009

Bolivien

Uyuni – Potosi – Sucre – Cochabamba - La Paz – Rurrenabaque – Titicacasee 21.06.-15.07.2009

Es ist unglaublich... fast kein anderes Gebiet hat uns dermaßen aus den „Socken gehauen“ wie das der Salar de Uyuni. Für drei Tage sind wir mit dem Jeep durch die anspruchsvolle Gegend von Südwest-Bolivien gefahren. Zwischen 3600 und 5000m.ü.M. bewegten wir uns über jegliches Gelände, zum Glück ließen die schönen Landschaften unsere Kopfschmerzen vergessen.

In Erinnerung bleiben wird uns die Minentour in der reichen Silberstadt Potosi. Die Zustände in den Minen sind so schlecht, es ist fast ein Wunder, dass die „Mineros“ Schichten von 20 Stunden aushalten. Uns reichte die zweistündige Tour im Staubloch völlig aus. Ein Tipp von uns: wem seine Arbeit auf den Kecks geht, sollte sich den Film „Devil's Miner“ ansehen.

Von La Paz aus haben wir eine holprige, nicht ganz ungefährliche 21 stündige Busfahrt nach Rurrenabaque in Kauf genommen um die fantastische Tierwelt im Amazonas Basin zu sehen. Nach langer Zeit konnten wir wieder Dschungel, Pampas und die Waerme geniessen. Die Rueckfahrt nach La Paz wurde dann durch Strassenblockaden gehindert. Doch mit Verhandlungsgeschick und gemeinsamen „Anpacken“ konnten wir den Graben passieren, nochmals Gut gegangen...

Mit grossen Erwartungen reisten wir zum Titicacasee. Während zwei Tagen wanderten wir bei Sonnenschein durch die Isla del Sol und zurück nach Copacabana. Tiptop, doch unsere Vorstellungen vom See waren anders: Wo wächst denn das Schilf und die daraus gebauten Boote? Vielleicht kann uns die peruanische Seite des Titicacasees unsere Erwartungen erfüllen.

Samstag, 20. Juni 2009

Atacama Wüste

San Pedro de Atacama (Chile) 16.06.-21.06.2009

Besser als jede Tour die wir bis heute erlebt haben, war die Fahrt von Salta (Argentinien) nach San Pedro de Atacama (Chile). Nach dem Pass (4300m.ü.M.) bewegten wir uns langsam in die trockenste Wüste der Welt, die Atacama Wüste. Diese Landschaften sind einfach genial, das muss man gesehen haben! Dann kam der Grenzübergang nach Chile, der dieses Mal nicht so ring verlief. Warum die eine Frau einen Vogel in ihrem „Handtäschli“ dabei hatte, verstanden nicht einmal die Zöllner. Da dieser Zwischenfall so viel Zeit kostete, packten wir unsere Rucksäcke und liefen nach San Pedro de Atacama zu Fuss.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Argentinien

Buenos Aires 16.05.2009-07.06.2009

Drei super Wochen verbrachten wir in einem Apartement mitten in Buenos Aires. Zwei Wochen lang lernten wir spanisch und hoffen nun damit auf unserer weiteren Südamerikareise klar zu kommen. Unser Apartement ist eine alte „Hütte“, hohe Zimmer mit Holzboden und sehr ringhörig. Leider hört man auch den Verkehr von draussen, sodass wir das Gefühl haben mitten auf einer belebten Kreuzung zu stehen. Es ist wie eine WG, mit momentan 5 Personen. Ein Engländer, eine Argentinierin und der Holländer, welcher seit Moorea mit uns unterwegs ist.

Buenos Aires gefällt uns unglaublich gut. Da läuft ständig was: Tango Shows, viele Märkte, feine saftige Fleisch“möcken“, Café cortados, Empanadas und immer wieder ein Mate. Dies ist der traditionelle Trank von Argentinien, ein Mix zwischen zu starkem Grüntee und Tabak Geschmack, ganz gspässige Sache... was man nicht alles über sich ergehen lässt um die Kultur etwas kennen zu lernen.

Mendoza - Salta 08.06.-15.06.2009

Mendoza selbst hat uns nicht sehr gefallen. Nach 3 Wochen Buenos Aires wünschten wir uns mehr Ruhe und Natur. So setzten wir uns in den nächsten Bus und fuhren nach Uspallata. Ein kleines Dorf in den Anden. Ähnlich wie in der Mongolei fuhr uns ein Fahrer über Stock und Stein. Rundherum nur Berge, so sahen wir den mächtigen Aconcagua, mit 6'970m.ü.M. der höchste Berg ausserhalb des Himalayas. So vergingen zwei erholsame Tage in den Anden, wovon wir einen ersten Höhen-Vorgeschmack auf die vielen weiteren Bergen im Norden bekamen.

Die Gegend um Salta herum hat felsig rote Klippen und viele Kakteen. Sie ist trocken und staubig, so fühlten wir uns wie im wilden Westen, nur „Roadrunner“ fehlte.